Dienstag, 30. August 2016

Bluse Bellah

Die Bluse lag schon einige Zeit zugeschnitten in meinem Nähzimmer, bis ich sie am letzten Wochenende genäht und jetzt auch getragen habe.

Genäht nach dem Schnitt Bellah von Prülla mit einem flutschigen Viskosestoff vom örtlichen Stoffladen in grau mit vielen Blumen und Ranken.

Die Bluse ist einfach und schnell zu nähen, tricky sind nur die eingelegten Falten auf der Schulter. Sie werden eingelegt und dann ein Stückchen zugenäht, versäubern sollte man die Schulter im Anschluss daran. 

Die Bluse ist so weit, dass ich sie anziehen kann, ohne die Knöpfe zu öffnen. Ich habe trotzdem ordentliche Knopflöcher genäht, aber meine Nähmaschine ist diesbezüglich auch ein Wunderwerk und näht zur Not hundertmal das gleiche Knopfloch, sofern ich mir einmal die Mühe gemacht habe, die Knöpfe ordentlich auszumessen, die Knopfleiste mit Einlage zu hinterbügeln. eine spitze Nadel und das richtige Garn zu spendieren und die Fadenspannung optimal einzustellen....




 Ich bin nicht ganz so zufrieden, denn die Bluse ist mir ein wenig zu unförmig. Größe 38 hätte wohl auch gepasst und über ein paar Abnäher, um sie etwas in Form zu bringen, denke ich noch nach. 

Übrigens gibt es hier einen sewalong zu der Bluse! Empfehlenswert!










Aber mit einem Gürtel geht es auch!


 So gehe ich jetzt ins Büro, zum creadienstag und zu den Dienstagsdingen!

Habt einen schönen Tag!




Mittwoch, 24. August 2016

ein letztes Sommerkleid...

Beim Nähen habe ich mich gefragt, ob ich dieses Kleid wohl wirklich noch in diesem Jahr tragen kann oder ob ich es direkt bis zum nächsten Jahr in den Schrank hängen kann... aber ich habe es tatsächlich an!

Der Sommer ist nach Norddeutschland zurückgekommen und wenigstens einmal wollte ich dieses Kleid tragen. 


Ich habe es genäht nach dem Schnitt von Maria Denmark: Edith Dress. Der Stoff ist ein weißer Baumwollstoff mit blauen kleinen Kringeln, irgendwann auf dem Stoffmarkt gekauft. Ich habe lange Zeit keinen für diesen Stoff geeigneten Schnitt gefunden, aber jetzt wurde daraus ein Hemdblusenkleid.

Die Brustabnäher sitzen nicht ideal, nämlich zu hoch, aber das fällt zum Glück bei dem Stoff kaum auf. Auf die Längsabnäher im Vorderteil musste ich verzichten, denn dann hätte ich das Kleid nicht über dem Bauch schließen können...es fällt etwas schmal aus.

 



Ich finde, es sitzt auch so gut. Und vor allem mag ich die blauen Knöpfe mit der kleinen 
roten Perle in der Mitte. 

Eigentlich bin ich noch auf der Suche nach einem passenden roten, schmalen Gürtel, aber bis ich den gefunden habe, muss der braune herhalten.

Am Rücken wirft das Kleid im Bereich Taille/Hüfte einige Fältchen, ich hätte, wie schon bei anderen Kleidern ausprobiert, das Rückenteil kürzen müssen. Das weiß ich jetzt fürs nächste Mal!
  In diesem Kleid gehe ich nun zum zum After Work Sewing!

Montag, 22. August 2016

fertig gestrickt im August!

Endlich ist die blaue Baumwollstrickjacke fertig, nachdem ich ihre Entstehung in den letzten Monaten auf dem Maschenfein-Blog schon mehrmals gezeigt hatte. 

So sieht sie zusammengenäht, gespannt und anziehfertig aus:


Wenn man ganz genau hinsieht, fällt auf, dass ich offenbar im linken Vorderteil bei Beginn des Musters einen Fehler eingebaut habe...das ist mir jetzt aber egal!

Ansonsten sitzt sie gut und passt gut zu einigen meiner Kleidern und natürlich zu Jeans.












Zwar ist  Olympia jetzt vorbei und ganz ehrlich habe ich die Jacke nur deshalb inzwischen fertig, weil ich in den letzten beiden Wochen soviel Sport im Fernsehen gesehen habe...


Trotzdem habe ich ein neues Projekt angefangen, auch wenn die Fertigstellung wahrscheinlich wieder ewig dauern wird: "Ashling Shawl" von Veera Välimäki, eine freie Anleitung von Ravelry, siehe hier.

Ich stricke mit der Drops Lace, Nadel Nr. 3,5, wobei ich die Wolle doppelt nehme, damit das Tuch schön kuschelig wird.



Meinen ursprünglichen Plan, ein Tuch nach der Anleitung von Marisa in der Patchwork-Stricktechnik zu stricken habe ich erstmal bis nach dem Besuch des Wollfestes in Hamburg am 3. September 2016 zurückgestellt. Ich denke, dort werde ich die ideale Wolle für dieses Projekt finden!

Dienstag, 16. August 2016

aus alt mach neu... 2. Teil

Inzwischen habe ich an dem Nähmaschinenschränkchen weitergearbeitet. Ich hatte hier schonmal über die Anfänge berichtet.


Ich habe den oberen Teil blau getupft und die Oberfläche gelb. Dann habe ich mir der Decoupage-Technik (Serviettentechnik) die Blumen aufgeklebt.

Hier das Schränkchen von oben, die Öffnung für die Nähmaschine:


 






 Hier von der Seite:

Das ist das Schränkchen mit der Ideal-Nähmaschine, sozusagen wieder komplett - aber doch ganz anders:

















Innen habe ich einen Zwischenboden eingelegt und an der Tür einen neuen Knopf zum Öffnen. 
Nur das an die Tür angeschraubte kleine Kästchen habe ich unbearbeitet gelassen und wieder angebracht.



Ich bin ganz zufrieden, allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob der Schrank nicht doch noch komplett lackiert werden muss. Darüber mache ich mir demnächst Gedanken.

Erstmal gefällt es mir so!

Mein Dienstagsprojekt beim creadienstag!

Donnerstag, 11. August 2016

Chobe Bag

Am vergangenen Samstag habe ich mich mit sechs anderen nähbegeisterten Freundinnen zu einem Nähtag getroffen. Jede hat für ihr Projekt Material und Nähmaschine angeschleppt und etwas zu einem leckere kalten Buffet beigetragen.


Und dann ging es los: Ich habe die Chobe Bag von Ellepuls genäht aus alten Jeanshosen meines Sohnes und einem Lederrock meiner Mutter, also richtige Resteverwertung oder wie man heute sagt: Upcycling. 

Drei Hosen in Größe 146/152 in drei verschiedenen Blautönen sind nahezu vollständig vernäht worden, wobei ich aber auch den Lederboden mit Jeans verstärkt habe.

Das Innenleben habe ich auf meine speziellen Taschenbedürfnisse angepasst: Ich habe auf beide Innenteile große Taschen aufgenäht, eine besonders schmal abgesteppt für Stifte, eine zu schließen mit einem Knopf, die anderen sind offen für alles mögliche, was ich so mit mir herumtrage. Weiter habe ich einen Karabiner an einem Band angenäht und dieses in der Seitennaht mitgefasst, damit ich meinen Schlüssel dort einhängen kann und ihn dann auch wiederfinde.

Da mir die gestreifte Vorderseite der Tasche etwas langweilig erschien, habe ich den Stoffdruck eines Fotos einer Dame aus den zwanziger Jahren, das ich vor Jahren auf einem südfranzösischen Trödelmarkt erstanden habe, auf Filz und dann auf die Tasche aufgenäht.

 Den Henkel habe ich nach der Anleitung auch selbst genäht, allerdings ist erst der zweite Versuch etwas geworden, aber das lag an mir und meiner Neigung, Anleitungen nicht bis zum Ende durchzulesen...

Um allerdings den Henkel wie vorgesehen mit den Hohlnieten befestigen zu können, benötigt man entweder sehr dünnes Leder (so wie meines) oder das Leder muss an den entsprechenden Stellen mit einem Skalpell sehr ausgedünnt werden. Die Hohlnieten sollten auch 1cm lang sein und nicht nur 0,7 mm wie meine...denn an der Stelle treffen sechs Lagen Leder aufeinander.

 
Die Rückseite der Tasche ist eher schlicht. Ich habe die Nähte quer genommen, im Original werden sie hochkant verarbeitet. Aber ich hatte Bedenken, ob ich den Reißverschluss gut über die Naht hinweg eingenäht bekomme. So finde ich es auch ganz schön.

Diese Tasche ist das Ergebnis eines sehr schönen Tages in netter Gesellschaft! Zur Erinnerung behalte ich diese Tasche für mich, deshalb zu sehen bei RUMS!

Dienstag, 9. August 2016

und auf einmal ist sie weg ...

Meine Tochter passte vor ziemlich genau 18 Jahren in Größe 68 und brauchte zum Glücklichsein nur etwas zu Trinken, eine trockene Windel und jemand, der sie wiegte, knuddelte, herumtrug, ihr etwas erzählte oder vorsang ...

18 Jahre später hat sie ihr Abitur gemacht und ist in der letzten Woche für ein Jahr zu einem Freiwilligendienst über die Organisation "weltwärts" und das Bistum Hildesheim in Bolivien aufgebrochen.


So vergeht die Zeit...

Ich habe ihre Pläne immer unterstützt und ihr geholfen, wenn es Fragen oder Probleme gab. Und jetzt ist sie unterwegs nach La Paz, wo sie in einer Gastfamilie wohnt und einen Spanisch-Sprachkurs macht und ab September ist sie in ihrem Einsatzort in einer Schule in Cotoca bei Santa Cruz.

So ist sie losgezogen:
 
Ich habe ihr zur Erinnerung den Einband für ein Tagebuch genäht, mit einem afghanischen Stickquadrat und einer Stiftehalterung, die gleichzeitig als Lesezeichen dienen kann.






Und dazu gab es ein Perlenarmband "Mon Coeur" von hier. Es war so passend! 

Der Erlös durch den Verkauf der Armbänder geht in Maßnahmen für eine gute Schulbildung von Kindern in Afrika!
Seht Euch die Seite mal an, ich finde die Aktion wirklich empfehlenswert!

Eigentlich war die Tagebuchhülle für meine Tochter mein Dienstagsprojekt der letzten Woche, aber da meine Tochter meinen Blog manchmal mitliest und sie natürlich ihr Abschiedsgeschenk nicht vor dem Abflug sehen sollte,  zeige ich sie erst heute beim creadienstag und bei den Dienstagsdingen.

Im Juli 2017 kommt meine Tochter wieder ...

Donnerstag, 4. August 2016

Ich stricke im August ...

....immer noch an meiner blauen Strickjacke... Immerhin bin ich am ersten Ärmel angekommen und es geht, wenn auch langsam, voran. Mit Nadel Nr. 3 dauert es ja doch, bis man einen Fortschritt sieht, außerdem habe ich die Jacke gefühlt doppelt gestrickt: Einmal mit Fehlern in dem Muster im Vorder- und Rückenteil, dann einmal richtig, nachdem ich bis zu den Fehlern aufgeribbelt hatte... Das Muster sieht so einfach aus, einfach links und rechts gestrickt, aber man muss höllisch aufpassen!
Immerhin habe ich schon Knöpfe, also hoffe ich, dass die Jacke wirklich im August fertig wird!

Das Tuch nach Stephen West, von dem ich hier schon berichtet hatte, ist aber fertig:

Gespannt sah es so aus:

 






Ganz ehrlich fremdele ich noch ein wenig mit den Farben, ich hoffe, ich gewöhne mich noch daran!


Und wenn ich dann irgendwann mit der Strickjacke fertig sein sollte - wahrscheinlich wenn der Sommer vorbei und damit auch die Zeit, in der man so eine Baumwollstrickjacke anziehen kann - stricke ich das zweifarbige Tuch, welches Marisa in dem neuen Makerist-Kurs vorstellt! In dem Kurs wird die Technik des Patchworkstrickens wirklich gut erklärt! 

Mal sehen, was sonst noch so im August 2016 auf dem Maschenfein-Blog gestrickt wird!

Mittwoch, 3. August 2016

Knoten-Zupf-Top

Da wollte ich mal etwas anderes nähen als Kleider (wie gefühlt in den letzten Monaten!) und habe mir das Knotentop aus der neuen Burdastyle ausgesucht (Heft 8/2016, Modell 125). 

Eigentlich sollte es aus Jersey genäht werden, aber ich war der Ansicht, dass ginge auch mit Webware und habe einen dünnen, flutschigen mintgrünen Baumwollstoff mit einem winzigen weißen Muster angeschnitten. Viel braucht man ja für den Schnitt nicht (ca. 1,10 cm), wenn man den unteren Bund weglässt, noch weniger.


Tja, das Top ist wirklich einfach zu nähen und mit der Nähschule im Heft gut auch für Anfänger zu schaffen, auch aus Webware. 

Aber leider ist es nicht besonders bequem zu tragen:

Der Ausschnitt rutscht immer tiefer, bei Bewegung immer schneller und der BH einschließlich der Träger sind ständig zu sehen. Selbst mit einer rettenden Sicherheitsnadel wird es nicht wesentlich besser. So sitze ich im Büro und zupfe an mir herum, das kann ich nicht leiden.
 





 Außerdem werden die Ärmel- und Halsausschnittsäume und die Kanten der Bindebänder nur umgeschlagen und festgenäht. Das ging zwar bei meinem Stoff ziemlich gut, aber ständig ist die versäuberte Kante zu sehen. Ist ja auch klar bei den hängenden Bindebändern. Ich habe die Kanten zwar vorher schön ordentlich mit der Overlock 3-fädig versäubert, trotzdem mag ich es nicht, wenn ständig die linke Seite zu sehen ist.

Erstaunlich finde ich allerdings, wie das Top bei anderen aussieht. So hat  Frau Nahtzugabe dieses Top hier vorgestellt. Aus gestreiftem Jersey und es sieht total anders aus und bei weitem nicht so zupfelig wie meines, sondern total bequem. Auch in der Burda-Style-Näh-Community wird es gar nicht so kritisch besprochen...

Genäht habe ich es definitiv nach der Arbeit, deshalb zeige ich es bei "After Work Sewing" .

Dienstag, 2. August 2016

aus alt mach' neu!

Ich habe von einem guten Freund das alte Nähmaschinenschränkchen inklusive Nähmaschine seiner Mutter geschenkt bekommen. Eine Tretnähmaschine, die aber auch mit Motor betrieben werden kann, ganz interessante Konstruktion. Super schwer und - naja - nicht besonders schön. Es stand deshalb einige Monate im Keller und ich habe mich gefragt, was ich damit machen soll. Es war ja ein Geschenk und eigentlich mag ich alte Nähmaschinen. Aber in seinem ursprünglichen Zustand wollte ich es nirgendwohin stellen...

Letzte Woche hatte ich dann die Idee, das Schränkchen aufzuarbeiten....

Leider habe ich vergessen, ein Foto im alten Komplettzustand zu machen. Ich war mit dem Schraubenzieher schneller als mit der Kamera. Aber hier die Einzelteile:

 Nähmaschine Marke "Ideal" mit Schwungrad und weiterem Zubehör.



 Alle Teile ausgebaut, so dass nur noch der Korpus übrig ist, den ich abschleifen und streichen möchte.
 

 Dann kam der Schwingschleifer und viel Schmirgelpapier zum Einsatz:

 

So sah das Schränkchen nach Entfernen des Schleifstaubes aus:


Farbe und Pinsel stehen schon bereit! Ich habe das Schränkchen mit Buntlack in cremeweiss, seidenmatt mindstens zweimal lackiert, an einigen Stellen auch dreimal.  Wir sind zwischenzeitlich wegen des Windes und des einsetzenden Regens in den Keller umgezogen.

Dann schon wieder ein Bild mit dem "nur" weißen Schränkchen vergessen, weil ich sofort meine Idee mit dem getupften Rasen, der Wiese oder eben dem Grün im unteren Drittel  verwirklichen musste.



 


So steht das Schränkchen jetzt im Keller und wartet auf seine Vollendung. Mir schwebt vor, es mit Blumen oder mit Schmetterlingen oder mit beidem zu bemalen und die Nähmaschine wieder einzubauen. Allerdings nicht funktionstüchtig, sondern nur dekorativ. In den Innenraum möchte ich vielmehr zwei Zwischenböden einbauen, damit darin auch etwas aufbewahrt werden kann.

Bis dahin dauert es aber noch, mal sehen, wann ich mal wieder Zeit habe... Ich werde aber beim creadienstag weiter berichten!