Mittwoch, 26. Oktober 2016

Mein erstes Onion-Kleid

Die Schnitte der Firma Onion habe ich noch nie ausprobiert, dieses ist also eine Premiere:
Irgendwann habe ich den Schnitt Onion 2058 gekauft, weil ich ihn mit den eingelegten Falten im Taillenbereich so schön fand. Dann habe ich ihn weggeräumt, darauf vergessen und jetzt endlich wiedergefunden. Und durch Zufall hatte ich auch diesen blauen Pusteblumen-Jacquard auf Lager, der eigentlich ein Kleid nach einem anderen Schnitt werden sollte...Er ist verhältnismäßig warm und dick, also geht das Kleid trotz Pusteblumen als echtes Herbstkleid durch!
Jedenfalls habe ich das Kleid ohne Änderungen genäht, in Größe M, an den Ärmeln und dem Saum etwas verlängert. Ich habe das Kleid mit Taschen genäht, die kann man aber auch einfach weglassen. Ich weiß noch nicht, ob ich mit den Taschen so glücklich werde, ich neige nämlich dazu viel hineinzustopfen und dann hängt das Kleid unmöglich..

Es war einfach und verhältnismäßig schnell zu nähen und sitzt wie ich finde ganz gut. Und im echten Leben wirft es auch unter den Achseln nicht diese Falte... wahrscheinlich habe ich einfach komisch verdreht gestanden...

Mal sehen, was die anderen kreativen Näherinnen am heutigen MeMadeMittwoch so gezaubert haben!

Montag, 24. Oktober 2016

WMSA - Fortschritt???

Ich bin leider in den letzten zwei Wochen kaum einen Schritt weiter gekommen. Ich habe nur über eine Einlage nachgedacht und diese bestellt, denn ich bin ein Fan von Einlagen. Gerade die Wollstoffe bekommen damit nochmal neuen Halt und beulen nicht aus.  

So sah mein Wintermantel am Sonntag vormittag noch aus: Schnitt abkopiert, noch nichts zugeschnitten.
Am Sonntag Abend hatte ich dann den Außenstoff zugeschnitten und soweit notwendig mit Einlage bebügelt ...


Gedanken über Schulterpolster habe ich mir noch gar nicht gemacht..., werde ich aber wohl verwenden, weil der Mantel dann einfach besser sitzt.

Das kann ja noch was werden. In den nächsten Wochen habe ich nicht viel Zeit zum Nähen und der Winter naht hier mit großen Schritten. Heute morgen 5°C und Nebel...

Zur Inspiration und Motivation gucke ich mal beim MeMadeMittwoch-Treffen, wie weit die anderen Damen schon sind!


Donnerstag, 20. Oktober 2016

Noch eine Pam!

Bei diesem flutschigen Viskosestoff stand ich vor der Wahl, ob Pam (Maison Victor) oder Bellah (Prülla). Beide schon genäht, hier, hier und hier, beide ganz gut, aber ich habe mich dann doch für die Pam entschieden, weil ich die Lösung mit den Bindebändern so schön finde.
 Deshalb Pam aus der "La Maison Victor" Heft Januar/Februar 2016
 Ohne Änderungen genäht, sitzt und passt und ganz angenehm zu tragen! Und mit Strickjacke darüber geht es auch!
Mal sehen, was die anderen Schneiderinnen bei RUMS für sich genäht haben!

Mittwoch, 19. Oktober 2016

schwarzes Burdakleid

Ich hatte irgendwann im letzten Winter im Ausverkauf  bei Buttinette diverse Stoffe gekauft, aber nur einen Teil davon bislang vernäht. Dieser schwarze Baumwollstoff, ohne Elastan, aber recht dick und innen etwas angeraut, sollte in jedem Fall ein Kleid für den Herbst und Winter werden.

So habe ich nochmal das Kleid aus der Burda 1/2016, Modell 117 genäht. Ich hatte es schon einmal aus einem grünen Kreppstoff für den Abiball meiner Tochter genäht, aber - wie ich gerade festgestellt habe - bisher weder fotografiert noch im Blog gezeigt. Die Fotos liefere ich nach. In der Burda ist es ein festliches Abendkleid, in meinen Augen kann es auch durchaus alltagstauglich genäht werden!

Bei diesem zweiten Kleid nach dem Burdaschnitt habe ich noch einiges geändert. Zum Beispiel habe ich das Taillenband gedoppelt und mit Vlies bebügelt. Es ist jetzt etwas fester und gibt mehr Halt, das finde ich ganz angenehm. Die vorderen Blenden sind mir gleichmäßiger gelungen. Allerdings fällt bei dem Kleid aus dem Kreppstoff der Rock mit den Godets besser, aber das liegt eben am Stoff! Ich gebe zu, die Godets sieht man bei diesem Kleid und dem unruhigen Stoff überhaupt nicht...Ihr müsst sich Euch eben vorstellen!


Das Kleid ist zwar aufwendig zuzuschneiden und zu nähen, aber es sitzt bei mir wirklich wie angegossen, Änderungen habe ich keine vorgenommen! 

Ich bin schon eine ziemliche Anhängerin von Burdaschnitten, habe damit allerdings auch schon Schiffbruch erlitten. So frage ich mich, warum bei diesem Kleid das Taillenband genau passt, während die Taille an dem Kleid, welches ich gerade auch nach einem Burdaschnitt nähe, einfach ungefähr 4-6 cm zu eng ist???

Zu- oder abgenommen habe ich nicht. Ich gehe vielmehr davon aus, dass die Schnitte einfach von unterschiedlichen Maßen ausgehen, obwohl beide Schnitte aus dem Jahr 2016 sind und ähnlich auf Figur geschnitten sind. Allerdings war ein Schnitt aus dem Burdastyle-Heft und der andere ein Downloadschnitt, aber das kann doch nun wirklich nichts ausmachen. Ich bin inzwischen dazu übergegangen, einfach an jedem Kleid in der Taille an jeder Seite 2 cm zuzugeben, die ich dann manchmal wieder wegschneide und manchmal nicht! Ich würde ja mal anregen, dass sich die Burda-Designer diesbezüglich mal einigen...

Allerdings - und dafür kann Burda jetzt nichts! - sollte ich einen Unterrock tragen, der Rock klebt doch ziemlich an der Strumpfhose! Und - natürlich! - trage ich das Kleid heute noch mit einer Jacke darüber!

Und in welcher Herbstkleidung treten heute die anderen Damen beim MeMadeMittwoch auf?





Dienstag, 18. Oktober 2016

Lady Skater geht immer...

Zum Herbst hin hatte ich das dringende Bedürfnis, nochmal mein Lieblingskleid "Lady Skater" nach dem Schnitt von KitschyCo zu nähen.


Zu diesem Schnitt ist wirklich schon alles gesagt. Ich nähe das Kleid inzwischen an einem Abend, abgesehen von dem Saum, dafür brauche ich immer Muße, weil ich - um einen geraden Saum zu erreichen - hinten immer eine schöne Rundung nähen muss, die vorher sorgfältig abgepüstert werden muss. Irgendwie ist meine Rückseite da etwas anspruchsvoll...


Hier meine neue schwarz-weiße Ringelversion aus Romanit-Jersey von stoffe de.

Die Ärmel sind 3/4 lang, aufgeschlagen. Ich hatte schon mehrfach, z.B. hier über diese Aufschläge geschrieben. 

Heute trage ich das Kleid allerdings mit einer Strickjacke, die es leider nicht bis aufs Foto geschafft hat.

Und jetzt zum creadienstag und den Dienstagsdingen!

Montag, 17. Oktober 2016

Herbstjacken-Knit-Along: 2. Zwischenstand

Inzwischen bin ich bei meinem English-Rose-Whippet ein ganzes Stück weiter gekommen und habe die Anleitung endlich verstanden - immer nach dem Motto: Nicht denken, sondern nur der Anleitung folgen!

Nachdem ich ja bei meinem ersten Zwischenstandbericht leicht verzweifelt war, weil meine Maschenzahl nicht passte und ich insgesamt der Überblick verloren hatte, habe ich alles aufgetrennt bis zum Abschnitt "Increase 2nd set". Und dann habe ich die Anleitung nochmals GANZ GENAU gelesen und festgestellt, dass ich eine kleine Zahl überlesen hatte: Repeat rows 11-14 2 time.

Das hatte ich beim ersten Stricken übersehen, deshalb hatte ich vier Reihen und die dementsprechende Maschenzahl zuwenig auf den Nadeln. Dieser Fehler hat dazu geführt, dass ich mir jetzt akribisch jede Reihe aufgeschreibe und nach dem Stricken abhake.

Und das Ergebnis stimmt!

Mit dem Lacemuster geht es jetzt wirklich zügig voran, außer der Zunahme in den vorderen Blenden, je eine Masche rechts und links alle zwölf Reihen strickt man so vor sich hin. 



Ob ich allerdings das gesteckte Ziel, den Whippet am 30. Oktober zum Finale des Herbstjacken-Knit-Along fertig zu haben erreiche, bezweifle ich. Soviel Strickzeit ist in meinem Kalender in den nächsten beiden Wochen leider nicht zu finden...

Ach und übrigens: Wenn ich Nähte bei meinen Stricksachen schließen muss, dann mit dem Matratzenstich. Ich versuche allerdings, immer Nähte zu vermeiden, deshalb bin ich von den Anleitungen von Ankestrick auch so angetan...

Jetzt mal sehen, was sich bei den anderen Herbstjackenstrickerinnen bei Sylvia auf ihrem Blog "Frauenoberbekleidung" in den letzten beiden Wochen getan hat! 

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Strickdeckchenschälchen



Beim Durchblättern eines alten Weihnachtsheftes - ist mir beim Aufräumen in die Hände gefallen - habe ich eine Anleitung für die Umwandlung von kleinen Strickdeckchen in Schälchen gefunden. Anfangs habe ich mir gedacht: Boah, wie bieder! Aber da ich dann sogar die Deckchen, die ich noch in der hintersten Ecke meines Wäscheschrankes vermutete, wiedergefunden hatte, wollte ich es doch ausprobieren.



Die Vorgehensweise ist denkbar einfach: Luftballons aufpusten und mit der Öffnung nach unten in Einmachgläser, Blumentöpfe oder ähnliches setzen, damit sie nicht wegrollen können. Dann das Strickdeckchen mit ganz viel Kleister einkleistern... ich habe es der Einfachheit halber gleich ganz in den Kleister getunkt! Über dem Luftballon schön glatt streichen und nochmal einkleistern. Dann lange trocknen lassen!

So sehen meine neuen Schälchen aus, ganz filigran und durchscheinend. Eine schöne Herbstdekoration!



Ich könnte die Schälchen noch mit Sprühfarbe einfärben, aber ich habe mich dagegen entschieden. In weiß bzw. beige gefallen sie mir besser. Und da die Schälchen für mich sind, zeige ich sie bei RUMS!

Sonntag, 9. Oktober 2016

WMSA Stoff und Schnitt

Bei mir ist es bei dem schon vor zwei Wochen vorgestellten Schnitt und Stoff geblieben. 


 Ich habe zwar noch einmal herumgesucht, ob ich noch einen anderen, schöneren Schnitt finde, aber dieser hier entspricht schon genau meinen Vorstellungen.

Nach Euren Kommentaren habe ich mich auch dagegen entschieden, den Mantel mit noch einer Wolleinlage zu füttern. Sollte es wirklich sehr kalt sein, kann ich eine Strickjacke darunter anziehen und ansonsten wird er sicherlich durch den Wollstoff und den dicht gewebten Futterstoff für die milden Winter in der norddeutschen Tiefebene warm genug sein.

Mit dem Abpausen des Schnitts und dem Zuschneiden des Stoffs möchte ich beginnen, sobald ich mir auf dem MeMadeMittwoch-Blog die Vorhaben der anderen Teilnehmerinnen angesehen habe!


Dienstag, 4. Oktober 2016

Shibori

Endlich habe ich meine Pläne umgesetzt und die ShiboriTechnik nach dem Buch "Shibori" von Johanna Rundel ausprobiert.

Ich hatte schon im Sommer einen Coupon weißen, dünnen Leinens auf dem Stoffmarkt mitgenommen. Aus dem Stück von ca. 1,80 x 1,60 m habe ich zwei Schals und zwei Dreieckstücher zugeschnitten und in verschiedenen Techniken abgebunden.


Ein Schal, wie eine Ziehharmonika gefaltet und dann in Dreiecke gelegt. Hier werden nur die Seiten in die Farbe eingetaucht.









Ein Dreieckstuch, die Murmeln wurden mit Gummiband abgebunden.










Den zweiten Schal  habe ich auch ziehharmonika artig gefaltet und dann ganz eng gerollt und mit Gummiband umwickelt. Hier sollen auch nur die Ränder gefärbt werden.

Das zweite Dreieckstuch habe ich auch gefaltet und dann zu einem Päckchen gefaltet und umwickelt.

Gefärbt habe ich das ganz dann mit Batikfarbe von Marabu EasyColor in Dunkelblau.

Sie wird angerührt mit kochendem Wasser, dann noch etwas Salz dazu. Ich habe nur ca. 1,5 l angerührt, da ich nur die vier Teile färben wollte.







 Oben links wird gerade die zweite Seite der Dreiecke gefärbt, oben rechts schwimmen die Murmeln im Färbebad. Unten links steht die Rolle in der Farbe, unten rechts ist das Päckchen mit Farbe bedeckt.

Dann mindestens 20 Minuten warten....













Es war dann ganz schön spannend, die Päckchen auszupacken! 

Ich habe die Stoffe unter fließendem kalten Wasser ausgespült und dann die Gummibänder bzw. das Reihgarn entfernt, dann weiter ausgespült. Das Ergebnis hat mich begeistert, jedes Muster ganz eigen, aber trotzdem so wie geplant... 

Und dann habe ich wohl einen Fehler gemacht... ich habe die vier Tücher in lauwarmen Wasser mit der Fixierung der Farben von Marabu eingetaucht. Nach der Wartezeit von 15 Minuten hatte sich die gesamte blaue Farbe auch in die vormals weißen Bereiche verteilt und jetzt ist alles ehemals Weiße hellblau!!!



Oben das Dreieckstuch mit den Murmeln, abgebunden mit Gummiband, unten der Schal, den ich in ein Dreieck gefaltet und nur die Seiten gefärbt hatte.








Dies ist der Schal, den ich gefaltet und gerollt und dann nur die Enden gefärbt hatte.

Das ist das Dreieckstuch, welches ich gefaltet und dann als Päckchen im Ganzen gefärbt hatte.

Ich finde die Ergebnisse immer noch schön, aber mit dem Übergang von weiß zu dunkelblau hätte es mir besser gefallen. Leider weiß ich auch nicht so genau, was ich falsch gemacht habe. Lag es an der Fixierung, habe ich nicht ausreichend kalt ausgespült oder was hätte ich sonst machen können?


Eine ganz spannende Technik, in der ich auch noch Tischsets färben möchte.  Und wenn man alles gut abdeckt und sich und alles weitere ordentlich schützt, hält sich auch die Sauerei in Grenzen!

Zu sehen beim creadienstag und den Dienstagsdingen!
Wer einen Tipp hat, wie man das Ausbluten der Farben vermeiden kann, gerne her damit! 
 


Sonntag, 2. Oktober 2016

Whippet - 1. Zwischenstand

Mein Whippet liegt noch sehr in den Anfängen, dabei habe ich schon viel Zeit und Nerven darauf verwandt...ich finde die Anleitung ganz schön schwierig.

Dabei halte ich mich genau an die Tipps von Frau Sonnenburg, die empfahl, nicht zu meinen, etwas besser zu wissen, sondern einfach der Anleitung akribisch zu folgen...

 Die echte Farbe der Malabrigo Arroyo Wolle, English Rose ist irgendwo zwischen diesen beiden Fotos!
Also Kopf ausschalten und losstricken... wenn das so einfach wäre. Ich möchte einfach immer wissen, wo ich hinstricke. Heute morgen habe ich dann mal die Bilder im Internet ganz genau angesehen und habe jetzt eine Ahnung...aber ich glaube, ich habe hier ein paar Maschen zuviel, dort zuwenig. So werde ich heute abend genau zählen und ggf. noch ein paar Reihen aufmachen. Besser jetzt als später!

Übrigens stricke ich schon seit meiner Kindheit, nachdem meine Mutter mir die rechten und linken Maschen beigebracht hat. Sie strickt auch heute noch gern und viel! Allerdings führe ich den Faden mit der rechten Hand, was immer wieder zu Irritationen führt bei Beobachterinnen.Funktioniert aber seit ca 40 Jahren gut!

Mein erstes Strickstück war eine Weste nach eigenem Entwurf. Ich erinnere mich so genau, weil ich leider nicht berücksichtigt hatte, dass man besser einen Halsausschnitt strickt, als einfach gerade hoch immer nach dem Motto "wird schon passen!". Die Weste war denkbar unbequem am Hals, aber weitergestrickt habe ich trotzdem - für mich und als die Kinder noch klein waren für sie, heute eigentlich nur noch für mich mit einer Ausnahme: Dieses Tuch für meine Tochter!

Meine Familie kennt es nicht anders, als dass ich stricke. Viele Freundinnen sprechen mich inzwischen an, ob ich ihnen nicht etwas erklären kann und bewundern gerade die Tücher nach Anleitungen von Stephen West. Wir veranstalten dann nette Anstrickabende!

Für mich ist Stricken Entspannung. Und da ich fast jeden Abend die Nachrichten im ersten oder zweiten Programm sehe, kann ich jeden Abend ca. 20 Minuten stricken. So komme ich jeden Abend ein kleines Bißchen weitern! Woanders stricke ich eigentlich nicht, nur auf langen Autofahrten als Beifahrerin.

Ein richtig altes Strickstück besitze ich nicht, der älteste Pulli ist ca. vier Jahre alt. Ich bin aber auch ganz konsequent im Aussortieren, auch bei selbstgestrickten Sachen. Was verfilzt, verzogen oder gepillt ist, wird entsorgt. 

Und meine Lieblingswolle ist die Alpaca Wolle von Drops und die Malabrigo Arroyo (siehe oben!), alles von Lanade. An Nadeln bevorzuge ich Holz, habe aber auch Unmengen von Metallnadeln.

So, jetzt gehe ich mal nach dem 1. Zwischenstand der anderen Strickerinnen bei Sylvia auf ihrem Blog Frauenoberbekleidung gucken. Vielleicht finde ich noch den ultimativen Whippet-Tipp!